Es geht los

Montag, 27.12.21, die Airbnb Wohnung von Camila ist bestätigt: Libertad, 2599-2555, apto xx, Montevideo, Uruguay, der Flug vom 28.1.22 bis 14.4.22 gebucht.
Der Autor, Luis Stabauer, bezahlt mir den Flug und die Wohnung, für das dortige Leben komme ich selbst auf, so haben wir meine Arbeit als Chronist vereinbart.

Habe die Auszeit ausgewählt, um nach dem Studium klar zu werden, was und wo ich arbeiten werde: Werde ich weiterhin in Steyr wohnen, wo werde ich mich weiter engagieren, …? Bin sehr gespannt, ob und wie mich diese zweieinhalb Monate verändern.

Werde ich es schaffen, meine Belastungen von „daheim“ abzustreifen, unbelasteter zu leben: Werde ich Covid und die daheim im Raum schwebenden Spaltungen in Lateinamerika besser aushalten, gar überwinden? Was bedeutet der Aufbruch für mich? Bin jedenfalls gespannt, die Kultur in Uruguay zu spüren, in die Geschichte einzutauchen und auch die Spuren diverser Schriftsteller (Galeano, Benedetti, …) zu suchen.

Vielleicht finde ich in Montevideo eine gute Tanzschule und eine sympathische Tanzpartnerin, um endlich den Tango-Argentino zu erlernen? Die „GEA-Tanzwunder“ packe ich jedenfalls ein.

Luis hat mir noch empfohlen, mit einer uruguayischen ORF Journalistin Kontakt aufzunehmen, das mache ich noch von Ö aus, mit zwei weiteren Kontaktvorschlägen habe ich bereits gesprochen.

„Damit du weißt, wie alles begonnen hat“, hat mir Luis noch geschrieben, „schicke ich dir die Zeitangaben vor und unmittelbar nach Marias Migration nach Montevideo.“

Zeitschiene:

18.8.34 (Sa) Maria fährt mit dem Schiff von Marseille ab und lernt Pino auf hoher See kennen.
26.8.34 (So) Sie verbringen ihre erste Nacht im Rettungsboot
12.9.34 (Do) sie sind wieder im Rettungsboot, Maria meint die Schwangerschaft zu spüren, Pino redet mit dem Kapitän, sie heiraten am Schiff.
22.9.34 (Sa) Ankunft in Montevideo
15.10.34 (Mo) Arbeitsbeginn für beide in der Schuhkooperative
November 1934 – Der Bauch wächst, Pino und Maria treten einer Landwirtschaftskooperative bei, kaufen einen kleinen Bauernhof am Stadtrand und ziehen dort am 31.12.34 (Mo) ein.
26.5.35 (So) José wird am Bauernhof geboren, Beistand von Rayen, einer Mapuche Hebamme.
18.5.1938 Brief von Marias Mutter über Situation in Steyr kommt in Montevideo an.
26.5.38 (Do) Maria schreibt wieder TB, holt einiges in Stichworten nach, sie hört und liest vom Einmarsch Hitlers in Ö
18.5.39 (Di) Fahrt nach Buenos Aires, Pino und Maria wurden informiert, dass Fürst Starhemberg (musste vor den Nazis aus Ö flüchten) am 23.5.39 (Mo) Ländereien vom Argentinischen Präsidenten bekommen soll.
23.5.39 (Di) Pino Giuseppe Pinelli wird von argentinischen Miltärs überwacht und attackiert. Der kleine José muss es miterleben.

Veröffentlicht von geraldgrub

Ich bin Gerald Grubhofer, am 28. Juli 1996 in Steyr geboren. Im Sommer 2020 habe ich das Bachelor-Studium Lehramt/Sekundarstufe abgeschlossen und das Masterstudium vorerst aufgeschoben. Motiviert von den Aktivitäten in und mit der Attac Gruppe Steyr wollte ich Politische Bildung studieren, inzwischen ist mir die konkrete politische Arbeit wichtiger. Seit 2018 treffen wir uns dafür im Steyrer Betriebsseelsorgezentrum „Mensch und Arbeit“.

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